Archive for the ‘die Anderen’ category

Hartzler aus Schnellroda stellen Herrn Jaeger

October 16, 2011

Es knirscht im rechten Gebälk, waren bisher nur materielle Verteilungskämpfe über Staatsknete berichtenswert, kommt es nun  zum showdown über die Deutungshoheit in der Rechten: Kubitschek will seine Zuhörer vor der bösen,bösen Welt abschirmen. Hierbei stand Endstation Rechts  zuverlässig Pate  Jäger wollte die Naziharztler von Schnellroda zurück in die Welt bringen.

In die Welt kommen bedeutet für Brodkorb & Co, z.B., den “Semiten” hoffähig zu machen. Für Jäger liefert die Obamaadministration mit ihren Attacken auf Israel laufend Gründe zum jubeln, so kann Rommels Traum doch wieder in die Welt gesetzt werden.

Politische Freundschaften hängen oft am seidenen Faden. Wie Lorenz Jäger über viele Jahre mit der Neuen Rechten in Deutschland kokettiert hat,ist landauf bekannt: Sein Hass auf Israel ist zwar nicht legendär,sondern Mainstream in der deutschen Aussenpolitik und somit dort gut aufgehoben. Auch die ideologisch neokonservativen Importe aus den USA sind dem nun ehemals Rechten Jäger seit langer Zeit ein Dorn im Auge. Herr Jäger ist nun weltpolitisch von der Obamania angesteckt worden. Sowohl Israel als auch die Neocons haben seit der Obamaadministration aus der Sicht der Jägers und anderer Antiimps längst nichts mehr zu lachen. Seitdem die Clintonianer in Washington regieren,sind die ehemaligen USA-Feinde im antiimperialistischen Rausch ,so auch der neue Gutmensch Jäger. Die Einsprengsel neurechter Provenienz haben ihren schalen Glanz verloren, der Gutmensch Jäger braucht sie nicht mehr. Zuletzt der Rohrkrepierer Stadtkewitz in Berlin gaben den Beleg für Erfolglosigkeit ab. Islamkritik ist kein probates Mittel,um den Wutbürger von rechts anzuregen,einer neuen rechten Kraft parlamentarische Aufträge zu erteilen. Auch der liberale Sturm aus Berliner Hinterbänklerreihen auf Griechenland hat nur 1,8 % gebracht und da sind unerschrockene Stammwähler ohne Wutaffekte schon mit eingerechnet.

frühaufstehen? aber bitte nicht auf unsere kosten!

Neben PI ist Götz Kubitschek von der Freundschaftskündigung des Jäger betroffen. Hier treffen zwei erfahrene Akteure der rechten Szene aufeinander, die im dirigieren rechter Kampagnen Erfahrungen besitzen.. Der Lorenz Jäger fristet als Kulturredakteur der FAZ ein leidliches Dasein als Journalist. Der Kubitschek hingegen vertreibt sich mit den Hartzlern in Schnellroda die Zeit zwischen Reservistenübungen der Bundeswehr – ob er damit seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann,bleibt wohl kaum offen.

Konkretum. Lorenz Jäger

Genuin konservativ wäre es, die Vorschläge Barack Obamas zum Friedensprozess im Nahen Osten – Israel in den Grenzen von 1967 – ernster zu nehmen als die expansiven Anliegen der israelischen Siedler. Aber gerade mit deren Parteien haben sich Wilders, Stadtkewitz, die FPÖ und der belgische rechtspopulistische „Vlaams Belang“ im vergangenen Jahr höchst offiziell verbündet.

Hier findet sich der Realltypus dt. Obamaanhängerschaft, denn dort fängt man mit der Judensäuberung direkt in Jerusalen an,um den Rest Israels möglichst bald mit  erledigt zu wissen – die Wutbürger in Kairo, Gaza und Teheran stehen schon in ihren Startlöchern zum grossen Halali.

Götz Metaphysik der dt. Orange

Jäger hat den Ernst der Lage nie begriffen, er hat unseren Ernst nie begriffen und hat die weiße, zähe Wurzel der Orange nie freigelegt: jene Überzeugung, daß es für uns Deutsche ein „Wir“ und ein „Nicht-Wir“ gebe ……

Die Metaphysik der dt  Orange soll gerettet werden gegenüber Jägers Antirassismus, den der Óbama als Vorkämpfer auf die Fahne des Weissen Hauses gesetzt hat. Jäger hofft auf den Jihadismus gegen Israel und Obama gibt ihm alle Hoffnung auf diese Verwirklichung.

Ein schopi kommentiert:

Lieber Herr Kubitschek,
zu den FAZ Spießern habe ich nichts zu sagen, bei Ihnen habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, und wenn sie in entspannter Runde solch „grüne“ Entdeckungen machen, ja wunderbar, der „Öko-Gedanke“ gehört auch irgendwie zu Deutschland und die grüne Partei hatte einmal Mitgründer wie Baldur Springmann ein Ur Konservativer, wenn man so will. Es wäre auch nicht schlecht, wenn man einmal davon ablassen würde „Opfer“ dieses Systems zu diskreditieren (wie ich in diesem Blog schon über Sozialhilfeempfänger gelesen habe) – auch eher neoliberalem ausgerichtete Plattformen wie „eigentümlich frei“ wohin ja auch Querstrassen führen, sind keine Empfehlung für deutsches Gedankengut –
Gruß in die staubige Kartoffelackeridylle in Mitteldeutschland!

Damit ist die ökonomische Basis dieses Konflikts freigelegt – was unvermeidlicherweise den Freiheitsverherrlicher auf den Plan rief

„… auch eher neoliberalem ausgerichtete Plattformen wie „eigentümlich frei“ wohin ja auch Querstrassen führen, sind keine Empfehlung für deutsches Gedankengut – …“

Sehr schön, jetzt lassen Sie die Katze doch noch aus dem Sack (hatte schon befürchtet dass niemand außer mir mehr auf die ökonomische Basis des „Bruderzwists“ zwischen Jäger/FAZ und PI/Sezession eingehen wird). „Deutsches Gedankengut“ ist die Rechtfertigung einer Haltung sich auf die faule Haut zu legen, seine Nichtvermittelbarkeit als systembedingt zu halluzinieren – und sie letztlich den Ausländern (Konkurrenz um Arbeitsplätze) und Juden („Finanzhaie“) anzulasten, von denen man sich als Urdeutscher dann aber doch ganz gern durchfüttern lässt. Ob in Schnellroda oder Bergisch-Gladbach. Da neidet man es dann einem Frohgemut wie Jäger der im FAZ-Feuilleton untergekommen ist und für den die Welt daher nicht absolut böse, „verjudet“ und „verausländert“ ist. Einen Glückspilz, der seinen ehemaligen „Kameraden“ vorwirft sich nicht einmal über Dinge freuen zu können die jeden Nazi freuen müssen: z. B. ein „Neger“präsident und eine Blondine an der Spitze der USA die ein Problem damit haben wenn Juden sich in Ostjerusalem ansiedeln.

Kein Wunder,dass der Kubitschek darauf nichts erwidern kann,ausser dumpfe Unterstellungen und quälende Linkverweise auf Kommentare in  sein Nazihartzlerforum.

@Götz: „Zuwenig oder zuviel Geld: Beides versaut über kurz oder lang dem Durchschnitt (nie dem besonderen, untypischen Einzelnen) den Charakter, weil menschliches Maß fehlt.“ Ob ich mich jemals zu solchem Argumentationsniveau hocharbeiten werde? Und zu welchem Preis (ich meine auf dem bösen freien Markt)?

„Sezession vom Mainstream macht eigentümlich frei.“ Ja, bitte, seien S‘ so frei, sezedieren Sie sich nach Herzenslust vom mainstream, aber – jetzt kommt gleich wieder ein kaltherzig-plutokratisch-libertärer Wermutstropfen für Sie und Ihr „Volksrahmen“-Denken: Tun Sie dies bitte, bitte, bitte, bitte nicht auf unsere Kosten!!!!

Die zweite Einlassung des Kubitschek zeugt von ähnlicher Brillianz wie die Erste

(…) antwort kubitschek:
1. gell, das ärgert Sie: eine einfache aussage, nichts kompliziertes, sondern etwas, worüber Sie lange nachdenken müssen, ohne es zu begreifen.
2. auf Ihre kosten läuft hier gar nichts, ich weiß, daß Sie beim staat arbeiten.
3. ich weiß das, weil ich jemenden gefragt habe, der es weiß. aber sonst weiß es hier kaum einer: denn Sie sind so freiheitlich, daß sie unter pseudonym schreiben und ihre seite für echte männer auch mit einem ganz und gar nicht transparenten impressum laufen lassen. schon toll, soviel mut.

Kubitschek ist weder ein Jäger noch ein Tiger  sondern ein kümmerlicher sachsen-anhaltinischer Bettvorleger. Ein deutsches Opfer halt.

PS: Jäger als gesunkenes  Dickschiff am Beispiel Junge Freiheit.

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8. Mai 2011:Ist das Mutterkreuz noch aktuell ?

May 8, 2011

 Die Ideologieproduktion schreitet unermüdlich voran in diesem Land. Gab es doch im vergangenen Jahrzehnt noch die Debatte um die Dankbarkeit für die Befreiung von den Nazis gegenüber den Alliierten inkl. SU. 2011 wird nun unumwunden wieder über die Hoheitsrechte auf das Mutterkreuz schwadroniert. Kurz vor dem 8. Mai 1945 hat die Ikone der Mutterkreuzträgerinnen Magda Göbbels sich, ihren Mann und ihre vielen Kleinkinder im Führerbunker vom Leben zum Tode gebracht. Selbst dieser hochdekorierten Nazisse muss aufgefallen sein,das Mutterkreuzkonzept war gescheitert.

Anno 2011 fällt den Wahlkampfstrategen der SPD in Meck-Pomm familienpolitisch nichts besseres ein, als sich mit der NPD zu messen. Antifaschismus  wird so von der SPD Meck-Pomm als Konkurrenz zweier um Nazihartzler bemühter Politvereine verortet. Offenbar in satirischer Bemühung wird von sozialdemokratischen Eiferern im Beitrag “Storch Heinar befiehlt zum 8. Mai: Ehrt Eure Mütter – sie sind die Besten!” versucht, der NPD das Label auf das Mutterkreuz abzujagen. Der Freiheitsverherrlicher stellt dazu – bisher unveröffentlicht- klar:

“In diesem Sinne: Mutti ist die Beste!” Klar, wir brauchen, gerade in M.-V., viiiiiiiiielmehr kleine Nazi-Hartzler, das ist doch der Sinn Ihres peinlichen “Liebste-Mutti”-Lobs! Lustig, dass Sie krampfhaft versuchen den “Sinn” Ihres Beitrags von dem der Nazi-Familienpolitik zu unterscheiden was Ihnen nicht gelingen mag. Denn natürlich geht es den Juso-Etatisten bei der Ehrung ihrer “liebsten Muttis” um nichts anderes als den Hitler-Kollektivisten und ihren bekennenden Nachfolgern von der NPD: Der doitsche Nachwuchs soll produziert werden um sich dann von den bösen “Fremdvölkischen” ernähren zu lassen, die sich dann von Ihrem Genossen als nur im Obst- und Gemüsehandel brauchbar verhöhnen lassen müssen

 In Meck-Pomm sind demnächst Landtagswahlen, eine Frau Schwesig (SPD) hat sich unlängst mit Hartz-IV-Aktivismus in die bundesrepublikanische Öffentlichkeit gewagt. Es ging um die 5€ Erhöhung des Regelsatzes. Das war den Mutterkreuzlern von der SPD zu wenig staatspolitischer Einsatz – heraus kamen zusätzliche Rechtsansprüche auf Vereinsbeitrags- und Schulnachhilfebeihilfen. Das sozialdemokratisch avisierte Beschäftigungsprogramm für mehr Schulsozialarbeiter blieb glücklicherweise auf der Strecke. Dass diese Art der Beglückung bis dato nur von 2% der “Anspruchsberechtigten” überhaupt beantragt wurde, wird übrigens gegen das beglückte Pauperkollektiv der Hartzler gewendet: Glaubt man einschlägigen Medienreportagen, so sind sie angeblich zu dumm ,ihren eigenen Vorteil beim sozialdemokratisch aufgeladenen Staat auch geltend zu machen

Als Libertäre glauben wir diesen Reportagen freilich nicht.Wir denken weiterhin, hier gehört gnadenlos gekürzt, bei Frau Schwesig, Herrn Pastörs, Herrn Brodkorb und ihren Schützlingen sowieso. Es gilt das Vermächtnis des 8. Mai: Nazis gehören auf Null gekürzt !!!!!

Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist der nützlichste Hartzler im ganzen Land?

September 4, 2010

Man ist umgeben von Etatisten, auf beiden Seiten des Futtertroges lauern Subjekte,die das Geld der Anderen verjubeln wollen. Die sog. guten Gründe werden brav nachgeliefert, die Ideologieproduktion scheut keine Mühen.

Kunden mit Termin bitte beim Wachschutz melden. Jobcenter Berlin 2010

Es ist ein Kreuz, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir fangen einfach mal an:

Der Bundesbankcontroler  Thilo S. – lebt seit Jahren um ein Vielfaches besser als die ihn unterstützenden Nazihartzler –  vertritt seine eher seltsame Meinung über die Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland. Er bemüht ortsfreie  genetische Bilder, Rassenkunde und eine Aussonderung des “human trash” nach Kulturräumen. Kommt das bekannt vor? Spenglers  “Untergang des Abendlandes” wird auf “pro-deutschland” – Niveau aufgewärmt und dem libertären Hirn platzen schon die Adern.  Sollte es nun um Meinungsfreiheit (ein hohes Gut) gehen oder wird hier die Multikultiideologie mit der dicken Berta zerkloppt? Theo wir fahren nach Lodsz? Da versucht ein elitär verkapselter SPDler den Völkischen ein paar Stimmen abzujagen und der eigene Laden dankt es nicht einmal. Die Autoren dieses Blogs sehen das Problem nicht in der Frage, wer wie oder wann einen etatistischen Arbeitsplatz zu- oder abgesprochen bekommt. Der Skandal liegt eher in der Sichtweise einer Mehrheit, die Integration für eine originär sozialstaatliche Aufgabe hält. Subjekte werden als Manövriemasse eines sozialen Staates betrachtet, die Freiheit bleibt dabei völlig  auf der Strecke. Ob Migranten oder Arbeitslose,  sie sind alle Daumenlutscher einer grossen etatistischen Idee. Das ist die Crux.

Aber die  SPD hat noch ganz andere Knalltüten in petto. Im Fahrwasser des Antifaschismus wackelt seit ein paar Jahren ein Philosoph und Altsprachler (ein Schrumpf-Strauss) durch das virtuelle Politikdickicht., beheimatet in Meck-Pomm wird ein ideologischer Salat gemischt, der in Eckhard Jesses Totalitarismustheorie nur einen Auftakt für Querfronten skizziert, die letztlich nur die Plätze in den ersten Reihen am etatistischen Futtertrog neu verteilen möchte. Da sind auch für die Mankells und Eichbergs immer noch Plätze im Parkett  frei – der Thilo hat ja bereits seinen Platz am Staatstrog gesichert – so kurz vor der Pension wird ihm aber die Undankbarkeit von den etatistischen Rachegöttinnen übel genommen. Der Freiheitsverherrlicher hat kürzlich in einer Debatte anfang August 2010 über den sog. Sozialbetrug eines Neonazis  trefflich (aber unveröffentlicht)  geschrieben:

Schön wäre, wenn die Welt wirklich so wäre wie endstation rechts sie darstellt: Ein Nazi erschleicht mutmasslich 18 000 € und hat gute Chancen dafür belangt zu werden. Verschwiegen wird von ER, das zusammen mit der NPD unseren exzessiven “Sozialstaat” mit Zähnen und Klauen verteidigt, die Höhe der tatsächliche Kosten die die Millionen kleiner Nazi-Hartzler LEGAL verursachen. Sie belaufen sich bekanntlich auf monatlich Milliarden (!) €.

Da hilft nur eins: Kürzen, kürzen, dreimal kürzen – bei den Nazi-Hartzlern und denen die sie als “Sozialstaats”-Lobbyisten am Leben halten – und uns auch die in dem Artikel erwähnten 18 000 € zunächst einmal als Steuerabgaben abgepresst haben.”.

Ob sich Thilo S. über die Hartzler lustig macht, Kopftuchmädchen wittert oder ob es die Nachlassverwalter sozialdemokratischer Wohlfahrtstaatlichkeit sind, ist  völlig einerlei. Beide transportieren die gleiche Haltung staatlicher Zuständigkeit für Lebensbereiche, die dem Einzelnen selbst zur Entscheidung vorbehalten sein sollten. Wer im Glashaus sitzt,sollte nicht mit Steinen werfen.

PS:

Interessant ist die Betroffenheitseinlassung eines von Verhartzung bedrohten Sozialwissenschaftlers, der in eindrucksvoller Weise THILOS POLITISCHES KONZEPT verstanden hat, er schreibt

Doch Sarrazin ist kein Intellektueller, er ist Politiker. Und folgende Stelle, ein Vorabdruck aus seinem Buch aus dem Berliner Tagesspiegel, hat deutliche Züge von Präfaschismus:

„Jeder Arbeitsfähige, der Unterstützung erhält, muss sich an gesetzlichen Arbeitstagen zur festgesetzten Uhrzeit dort einfinden, wo er eingeteilt ist. An die Stelle gemeinnütziger Arbeit treten bei jenen Migranten, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, Sprachkurse.“

So zu tun, als ob ‚Bildungsferne‘ oder Arbeitslosigkeit von Muslimen mit die größten Gefahren für dieses Land seien, ignoriert die Tatsache, dass gerade diejenigen mit Abitur und guter Ausbildung Antisemitismus klein reden wenn nicht fördern und zumal deutsche Forscher den Islamismus unterstützen und nicht analysieren und bekämpfen. Das Gerede um „Islamophobie“ wird ja gerade auch von nicht-muslimischen Forschern und Publizisten in die Öffentlichkeit getragen. Quelle

In Sarrazins Deutschland,das sich nicht abgeschafft hat,bleibt Clemens Heni nach Absolvierung eines Sprachkurses  die Perspektive eines unbezahlten Kofferträgers für das “Zentrum für Antisemitismusforschung” (TU-Berlin)  übrig. Merke:  Auch ein Kofferträger muss pünktlich sein!

Hartz IV soll weg

December 20, 2009

Der Forschungsgegenstands diese Blogs ist ernsthaft gefährdet. Die Gefahr des Begriffsreviosinismus geht fei nicht von aktivistischen Tranferleistungsempfängern aus, die durch erfolglose “HartzIV muss weg!” Kampagnen  von Arbeitsloseninitiativen und einschlägigen politischen Rackets hinlänglich bekannt sind  – und die nebenbei bemerkt die Blogbetreiber weniger an dieser Stelle  interessieren.

Die Arbeitslosenverwaltung höchst selbt hintertreibt unseren mühsam entwickelteten Begriffsgegenstand. In der WELT wird berichtet, Heinrich Alt von der Bundesagentur sieht im Hartz-Begriff kein zukunftsträchtiges Entwicklungspotential – der Hartz-Begriff sei gesellschaftlich schlicht zu negativ besetzt. So soll der Duden politisch motiviert entreichert werden.

Die Blogbetreiber warnen an dieser Stelle ausdrücklich vor solcherlei hahnebüchenen, niederträchtigen  Verschleierungsstrategien durch Sozialstaatsbeamtete.

Arbeitsdienst im Erdbeerfeld

December 8, 2009

Ein Geschenk vom Nikolaus

Der Bonner Rheinische Merkur hat dem Bericht über das Ausländerhasserblog PI einen Raum zugestanden. Anselm Neft (1973) hat seine sachlich korrekte Recherche dort veröffentlicht.

In “POLITISCHE KORREKTHEIT – Ein Gespenst geht um” verfolgt er einige Grundthesen, wie z.B.:

Frauen gehören an den Herd, Türken in die Türkei, Arbeitslose aufs Erdbeerfeld. Wer das behauptet, fühlt sich als mutiger Kämpfer gegen Denk- und Sprachverbote. Ein Irrtum. …

Er kommt zu dem Schluss:

… Eine solche Rhetorik, ebenso wie die PC-Verschwörungstheorie, unterscheidet sich strukturell viel zu wenig von islamistischer Hasspropaganda, um glaubhaft Kritik im Namen eines sowohl christlichen als auch aufgeklärten Abendlandes formulieren zu können. Man sollte, da ist vielen PC-Kritikern recht zu geben, die Dinge beim Namen nennen dürfen. Also nicht „politisch unkorrekt“ sagen, wo „rassistisch“ oder „sexistisch“ treffender wäre.

Nun kann dem  Rheinischen Merkur kaum der Vorwurf gemacht werden,  der Vermuselung, Verschwulung, Vergutmenschung oder Verasselung der bundesrepublikanischen Gesellschaft das Wort zu reden. Vielmehr handelt es sich um ein beständiges, liberal-konservatives Blatt, fernab von Multikulti-Ideologie. Eher wird dort dem christlichen Abendland der Vorzug gegeben. Dass deren Redakteure einen vernünftigen Abstand zum ausländerhassenden Millieu der PI-Leser und seinen Blog-Groupies wahren, erscheint zumindest vernünftig und Kewil von Fact+Fiktionen erkennt zurecht die eigene Isolierung, fernab vom Konservatismus, in Mark und Bein.

Kewils brüske Ablehnung des Neft-Artikels (weil political correct) hat etwas schlüssiges an sich, aber erst im Kommentarbereich kommt der ausländerfeindliche Mob so richtig in Fahrt. Hier konnte der Freiheitsverherrlicher dann doch nicht schweigen, er lässt sich widerholt auf diese Mischpoke – bisher unveröffentlicht – wie folgt ein:

Freiheitsverherrlicher meint: Kommentar in Moderation
6.12.2009 um 23:19
“Ja natürlich gehören Arbeitslose aufs Erdbeerfeld oder in eine annehmbare Tätigkeit.”

Der Witz ist: Die Autoren und Leser von Politically Incorrect möchten gar nicht “aufs Erdbeerfeld oder in eine annehmbare Tätigkeit” wie ihnen der Rheinische Merkur unterstellt. Die wollen vielmehr, zu unserem Leidwesen und, dies bitte niemals, niemals vergessen: AUF UNSERE KOSTEN, ihr Blog betreiben und, was noch schlimmer ist, uns in unseren Stammforen nerven. Zum Beispiel bei Kewil.

Die hiesigen Blogautoren merken sich:  Konservative Journalisten mögen ja so manch eigenartige Ansicht über den Lauf der Welt haben, aber im Rheinischen Merkur wird klargestellt:  Mit völkischen Schmierfinken und Brunnenvergiftern des gesellschaftlichen Klimas möchte man dort bitte nicht in einen Topf geworfen werden.

Wir zünden dann noch eine Adventskerze für die israelische Politikerin Golda Meir (hebräisch ‏גולדה מאיר‎, ursprünglich Golda Meyerson, geb. Mabowitsch; * 3. Mai 1898 in Kiew; † 8. Dezember 1978 in Jerusalem) an,  soviel Zeit muss sein.

In eigener Sache

December 2, 2009

Der Nachforschungsgegenstand dieses Blogs scheint dem Zeitgeist nicht ganz abhold zu sein:

“Hartzen” zum Jugendwort 2009 gekürt
München (dpa) – Für manche ist es eine witzige Sprach-Aktion, für andere ein peinliches Anbiedern an Jugendliche: Ein Jury unter Federführung des Langenscheidt Verlags in München hat des Jugendwort 2009 gekürt – das Rennen machte “hartzen” für gammeln, rumhängen oder arbeitslos sein. … mehr bei gmx