Archive for October 2009

Unermüdlich und unbeirrt …

October 27, 2009

… stapft der Freiheitsverherrlicher durch die unendlichen Weiten des  WWW.

I.

Nun werden auch die Fußballfans mit libertärer Erkenntnis bedacht – diesmal wieder auf  Endstation.Rechts.

Vor ein paar Tagen wurde ein Spiel mit Roter Stern Leipzig nach wenigen Minuten abgebrochen, es gab Verletzte nach Ausschreitungen aus dem ´rechten Spektrum”.  Ein “Björn” hat ein Herz für die Radaubrüder – immerhin repräsentieren sie einen authentischen Antikommunismus. Er kaschiert das aber mit Halbwissen aus dem Schwarzbuch Kommunismus oder über Klosprüche in Herrentoiletten aus Pirna. Lapidar heisst es dort vom libertären Springinsfeld:

@Björn “Ich fang ja auch nicht an und verteidige hakenkreuztragende Typen damit, dass es ja nur ein asiatisches Glückssymbol sei.”

Würd ich an Ihrer Stelle auch lieber lassen. Schließlich sind Sie und ihre hakenkreuzbindentragenden Kameraden ja nicht mit Süd- oder Ostasiaten zu verwechseln, denn die lassen sich hier nicht durchfüttern wie “unsre” kleinen Nazi-Hartzler.

So wären dem bräunlich empathischen  Totalitarismusexperten nun auch die libertären Leviten gelesen.

II.

Der Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini sorgt für Meinungsspektakel noch in der kleinsten Hütte –  selbst die Arabische Strasse blickt angespannt nach Elbflorenz.

Kewil hat “es”  mal wieder satt, er sucht sich auf seiner ausländerfeindlichen Hetzrampe den Spiegel aus,genauer gesagt Frau Gisela Friedrichsen,die sogleich für ihre Überlegungen als Islambraut benannt wird. In “Gisela Friedrichsen, SPIEGEL, outet sich als Islam-Braut!” vom 26.10.2009 meldet sich der Freiheitsverherrlicher daraufhin (noch nicht freigeschaltet) wie folgt zu Wort:

Freiheitsverherrlicher meint: Kommentar in Moderation
27.10.2009 um 0:47
Frau Friedrichsen zeigt sich ja beinahe als Libertäre wenn sie die – berechtigte !!!!!!! – Frage stellt wer die Anwalts- und Gerichtskosten, die Hartzler W. verursacht, eigentlich trägt. Natürlich will kewil das ebenso wenig einsehen wie die Gutmenschen, die über die “Islamfeindlichkeit” jammern, die den Mord an Marwa ermöglicht hätte: Man müsste nur den Sozialstaat in Gänze liquidieren, dann gäbe es keine W.s, keine Stefan Herre, keine Islamisten. So einfach ist das!

Wenn ein Volksdeutscher aus dem ex-GUS-Gebiet einer Muslima sein Messer tödlich in den Leib rammt,erscheint das den Menschenverächtern aus den rechtsextremen Internetkotzkübeln wie Selbstverteidigung. Dem Freiheitsverherrlicher ist aber sonnenklar: Wer sich um seine Reproduktion selber kümmert,findet weder Zeit noch Anlass für solcherlei ideologisches Treiben.Der Staat sollte die Förderung solcher Existenzen einstellen,dann ginge es wohl postideologisch zu. Eine bestechend schlichte Weltsicht.

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Kinderporno, Menschendöner, Bassam Tibi und Thilo Sarazin: Braune Begleitkapellen und der Freiheitsverherrlicher im Herbst 2009

October 21, 2009

Der Freiheitsverherrlicher hat sich wieder einmal in die völkischen Niederungen des Internets herabbegeben. Diesmal bekommen aber auch die Sozen kurz  ihr Fett weg. Unter dem Beitrag von Robert Scholz auf Endstation Rechts, “Kinderpornos bei Neonazi: 1.350 Euro Strafe”, wird lapidar festgehalten:

Auf gut deutsch: Die Zeche – in diesem Fall die 90 Tagessätze à 15 € – zahlen wir für den Nazi-Hartzler. Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 13:20 veröffentlicht von Freiheitsverherrlicher

Aber nun das Ekelerregende. Im Fact – Fiction Beitrag  “Charlene Downes mißbraucht und Leiche als Döner verkauft” meint der Freiheitsverherrlicher in seinem bisher nicht veröffentlichten Kommentar:

“Aktion: Online-Petition für Dr. Thilo Sarrazin bei PI, bisher 1493 Einträge.”

Gute Satire: Knapp 1500 Hartzler, die Dr. Sarrazin gewiss NICHT zu den ökonomisch “brauchbaren” Bevölkerungsteilen zählen würde, erklären ihr Einverständnis mit dem krypolibertären SPDler wenn der einmal (scheinbar) vornehmlich an den “Fremdvölkischen”, die die Nazi-Hartzler verabscheuen, sein Mütchen kühlt.
Wir Libertäre treten dafür ein, (nicht nur hier) gnadenlos zu kürzen. Wer als Gutmensch entsetzt über die Zustimmung zu Sarrazins Äußerungen ist, dürfte eigentlich nichts dagegen einzuwenden haben, dass man die Nazi-Hartzler die Sarrazin Beifall spenden einfach mal EINSPART!!! Das wäre doch einmal effektiver Antifaschismus, oder?
Selbst wenn man die Heizkosten (deren Begleichung Sarrazin Transferempfängern ja einmal verweigern wollte – was von uns unterstützt wird!) nicht berücksichtigt, kosten allein die 1500 Unterzeichner des genannten Aufrufs den ausgeplünderten Bürger über 700.000 €. Den “linken” Sozialstaats-Verteidigern die sich heuchlerisch über Sarrazin empören ist diese Zahl unentwegt um die Ohren zu hauen. (in Moderation seit 20.10.2009 um 1:27)

Im zweiteen Fallbeispiel geht es um den Politologen Bassam Tibi. Man muss wissen,dem rassistischen Mob sind intellektuelle, integrierte und erfolgreiche Muslime ein grosser Dorn im Auge. Mit einfältigen Kopftuchträgerinnen und deren autoritären Background vermag der braune Mob umzugehen,mit Leistungsträgern eben nicht. Die Psychologie dieser Leute wäre einen eigenständigen Beitrag wert,vielleicht arbeitet der Freiheitsverherrliche über virtuell Beleidigte am dt. Volkskörper  demnächst noch etwas zu. Im Beitrag “Bassam Tibi: In Deutschland werde ich wie Dreck behandelt!” äussert sich der libertäre Springinsfeld bisher im Kommentarbereich unveröffentlicht wie folgt:

Als wirklich erfolgreicher Einwanderer ist Professor Bassam Tibi allen kleinen Nazi-Hartzlern – ob sie sich nun als Multikulti ausgeben oder sich zu ihrem braunen Gedankengut bekennen – ein Dorn im Auge. So auch für den entwurzelten Arbeitslosen Stefan Herre, der vor drei Jahren ausgerechnet in dem Augenblick gegen Tibi hetzen ließ, als dieser von seiner Göttinger Uni gemobbt wurde.

Die Nazis von “Politically Incorrect” meinten damals ernsthaft, Tibi (!) habe gezeigt dass er nicht zur Integration in Deutschland fähig ist. Nun, das Integrationsniveu eines arbeitslosen Diplom-Sportlehrers mit einem echten deutschen Namen hat Tibi nicht aufzuweisen …

An diesem Fall der Diffamierung eines anti-islamistischen muslimischen Immigranten durch kleine Nazis im Verein mit Multikulti-Islamfreunden kann auch die Idiotie der letzteren aufgezeigt werden dass es in Deutschland so etwas wie eine grassierende “Islamophobie” gäbe: Der “Islamophobe”, der den “Islamkritiker” Herre (oder einen anderen Asozialen von seinem Blog) einem muslimischen Einwanderer wie dem “eitlen”, nach PI nicht integrierbaren Professor Tibi als Schwiegersohn vorziehen würde, muss erst noch geboren werden.

Bei Kewils “Fakten & Fiktionen” lautet  seine bestechend libertäre  Summa über den braunen Brei, der sich diesmal an der türkischen Tageszeitung  Hyriet abarbeitet und im Kommentarteil ganz in den Fußstapfen Stephan Herres: zur eigentlichen Bestimmung findet

Hier kommt es in den letzten Tagen zu einem ganz seltsamen Schulterschluss zwischen den ethnisch deutschen HARTZLERN, die über Jahre hinweg von Sarrazin mit Häme übergossen wurden, und eben diesem Sarrazin, weil er sich jetzt die angeblich mehrheitlich nichtsnutzigen Türken und Araber vorgenommen hat.

Das ändert alles nichts daran dass es der türkische oder arabische Gemüsehändler ist, der – nach Sarrazins Meinung – die Metropole Berlin nicht vorwärts bringen mag, aber sich kräftig an der Finanzierung der Nazi-Hartzler beteiligt die sich in den einschlägigen Foren über die “Fremdvölkischen” auskotzen – und in diesem Punkt Sarrazin als ihren neuen Hero entdeckt haben …

Thilo,das alte Plappermäulchen,hat sich zwar nicht nur in Verkürzungen über Migranten ergangen,aber viele wollen mit der Verkürzung ihres Meinungskartells weiter ihr Süppchen kochen. Sowohl die Multikulti-Multitude als auch der braune Mob. Aus dem Bürgertum kommen viele Sekundanten dieses amrseligen virtuellen Duells. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Hauptsache,”wir” haben wieder grob drauf los gesponnen und bei der Bundesbank wird demnächst wieder ein gut dotierter Job vakant, damit kann sich der “kleine Mann” dann auch einmal mächtig fühlen gegen “die da oben”.

UPDATE: In die Debatte um Thilo Sarrazin hat sich nun auch Necla Kelek eingeschaltet. In “Warum türkische Gemüsehändler mit Sarrazin kein Problem haben” kümmert sie sich um die Frage der Integrationspolitik in Berlin und die Reaktion der Meinungsführer gegen Sarrazin. Der Freiheitsverherrlicher kümmert sich in bekannter Kürze in “Necla Kelek über Sarrazins Thesen” “auf Fakten+Fiktionen um die Einlassungen von Frau Kelek:

Die arbeitslose Diplomsoziologin Kelek mag “immer den richtigen Blick” haben – aber bitte nicht auf unsre Kosten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!  (Kommentar in Moderation
24.10.2009 um 1:57)

Es gibt übrigens auch eine vernünftige,ideologiekritische Auseinandersetzung über Sarrazins Integrationsideen bei Jörn Schulz: Wenn die Elite dazulernt.